Christa Goetsch beim Freitagsgebet in der Centrummoschee
Der Countdown zur Schulreform läuft! Bis zum 18. Juli wird mit einem Volksentscheid über die Zukunft der Hamburger Schulen entschieden. Beim Freitagsgebet am 2. Juli folgte unsere Bildungssenatorin der Einladung des BIG und sprach zur Hamburger Schulreform. Sie betonte vor den muslimischen Gläubigen, dass die Hamburger Schulreform durch entscheidende Verbesserungen allen Schülerinnen und Schülern in den Hamburger Schulen eine erfolgreiche Schullaufbahn ermöglichen soll. Die Auslese nach der 4. Klasse, welche soziale Ungerechtigkeiten entstehen ließ, sei veraltet und verhindere Chancengerechtigkeit. Mit der Schulreform erhielten wir ein modernes und erfolgreiches Schulsystem, wie es sich in vielen Nachbarländern bereits längst bewährt hätte.
Die entscheidenden Eckpunkte der Schulreform, welche Christa Goetsch benannte, sind:
Längeres gemeinsames Lernen - Erhalt des Elternwahlrechts - mehr Chancengleichheit - weniger Abhängigkeit von sozialer Herkunft - kleinere Klassen -kein Sitzenbleiben - individuelle Lernbegleitung und Lernberatung - Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer zum individualisierten Lernen - mehr Individualisierung im Unterricht - differenzierte, individuelle Lernstandsrückmeldungen für Eltern und Schüler bis Klasse 6 - Fremdsprachen für alle ab Klasse 1 - gezielte Förderung von über- und unterforderten Schülern - Wegfall des Büchergeldes - Ausbau von Ganztags- und Integrationsangeboten - zwei unterschiedlich konzipierte Wege zum Abitur.
Das BIG unterstützt die Bestrebungen unserer Bildungssenatorin und sagt NEIN zur Vorlage der Initiative „Wir wollen lernen" gegen die Primarschulreform und JA zur Primarschule und zum Schulgesetz der Hamburger Bürgschaft.
Stimmen Sie beim Volksentscheid am 18. Juli 2010 (oder vorher per Briefwahl) für die Hamburger Schulreform und somit für eine bessere Zukunft der Hamburger Schülerinnen und Schüler!
Schulreform: Wir sind dafür!
Ja zur Schulreform
Das Bündnis Islamischer Gemeinden sagt „Ja!" zu Schulreform. Der Vorsitzende des Bündnissens, Ramazan Ucar äußerte: „Alle Kinder müssen faire Chancen auf Bildung haben. Fakt ist, dass der Schulerfolg in Hamburg stark vom Sozialstatus und der Herkunft der Schülerinnen und Schüler abhängt. Bei gleichen Schulleistungen kommen Kinder von Akademikern viermal häufiger auf Gymnasien als andere. Alle Schüler müssen die Möglichkeit auf bestmögliche Leistung und den höchstmöglichen Schulabschluss haben - unabhängig vom Elternhaus."
Die Chancen auf eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz stehen für ein Viertel der Hamburger Schülerinnen und Schüler aufgrund unzureichender schulischer Leistungen sehr schlecht. Über 1000 Schülerinnen und Schüler verlassen jährlich die Schule ohne Hauptschulabschluss.
Ab dem 1. August 2010 soll es in Hamburg daher nur noch drei allgemeine Schulformen geben. In der Primarschule lernen die Kinder gemeinsam von der 1. bis zur 6. Klasse. Danach entscheiden die Eltern, auf welche der beiden weiterführenden Schulformen die Kinder wechseln: die Stadtteilschule oder das sechsstufige Gymnasium. An beiden Schulformen können sie alle Abschlüsse bis zum Abitur erwerben.
Wir regen alle Hamburgerinnen und Hamburger dazu an, bei dem am 18. Juli anstehenden Volksentscheid für die Schulreform und somit für eine bessere Zukunft unserer Kinder zu stimmen. Ganz nach dem Motto: „Eine kluge Stadt braucht alle Talente"!
Der Präsident der Hamburgischen Bürgerschaft, Dr. Lutz Mohaupt, hat dem Bündnis Islamischer Gemeinden in der Centrum – Moschee einen Besuch abgestattet. Seit Februar 2010 ist Dr. Lutz Mohaupt Präsident der Hamburgischen Bürgerschaft und hat sich vorgenommen, als Repräsentant des Parlaments auch die Hamburger Muslime zu besuchen.
In diesen Tagen feiern die Muslime die Geburt des Propheten Muhammad (Friede sei mit ihm). Den Überlieferungen zu Folge wurde er im dritten Monat (Rabi'u l-awwal) des islamischen Kalenders geboren. Weltweit gedenken die Muslime des Propheten (Friede sei mit ihm), in dem sie in den Moscheen oder auf verschiedenen Veranstaltungen über das Leben des Propheten(Friede sei mit ihm) referieren und den Qur’an rezitieren. Islamischer Gesang oder das Vortragen von Gedichten über den Propheten (Friede sei mit ihm) sind auch oftmals Teil dieser Veranstaltungen. Nicht selten werden berühmte Qur’an Rezitatoren aus verschiedenen Ländern eingeladen, welche auf Veranstaltungen zur Geburtsfeier des Propheten (Friede sei mit ihm) den Qur’an rezitieren.
Auch in diesem Jahr hat sich die Centrum-Moschee an der Kreuzwegandacht an der mittelalterlichen Kreuzigungsgruppe von St. Georg beteiligt. So beten Christen und Muslime gemeinsam zu ihrem Schöpfer, denn Jesus von Nazaret spielt im Koran eine höchst bedeutsame Rolle. 15 Suren erwähnen ihn, über 100 Verse sind ihm gewidmet. In Jesus sieht der Islam buchstäblich den Erfüller des mosaischen Gesetzes, der den Weg freimacht für die von Muhammad getragene Offenbarung. Die Kreuzwegandacht fand in diesem Jahr unter dem Titel „…so hilf dir selber!“ - die zynische Verhöhnung des Leidenden“ statt.
Vom 15. bis 28. März finden die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt, in denen der Koordinierungsrat der Muslime (KRM) und der Interkulturelle Rat in Deutschland dazu aufgerufen haben „aktiv zu werden". Die wachsende Islamfeindlichkeit, die sich zuletzt in Debatten über Minarette sowie die Ausrufung des Gebetsrufes geäußert hat, ist besorgniserregend. Der „antimuslimische Rassismus" führt zu Unfrieden in der Gesellschaft, Muslime fühlen sich diskriminiert und bemängeln fehlende Chancengerechtigkeit.
Das Bündnis Islamischer Gemeinden in Norddeutschland führt seine Gespräche mit dem Bürgermeister von Rendsburg, Andreas Breitner, fort. Am zweiten Freitag, an dem der Gebetsruf mittags ausgerufen wurde, lautete das Motto: „ Blick nach vorn".
In einem Treffen, an dem der Bürgermeister der Stadt Rendsburg, Andreas Breitner, der Integrationsbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Peter Lehnert, der stellvertretende Vorsitzende des Bündnis Islamischer Gemeinden Ahmet Yazici, sowie Fatih Yildiz und Özlem Nas vom Vorstand des Bündnis Islamischer Gemeinden, Fatih Mutlu von der Schura Schleswig Holstein und der Vorsitzende der Rendsburger Zentrum Moschee, Akin Simsek teilgenommen haben, wurde besprochen, wie man das Zusammenleben in der Stadt besser gestalten kann um aufeinander zuzugehen.
Der erste Vorsitzende des Bündnis Islamischer Gemeinden, Ramazan Uçar, begrüßt die Entscheidung der Stadt Rendsburg. „ Die Genehmigung des Gebetsrufes ist ein wichtiges Zeichen für die Muslime in Rendsburg aber auch bundesweit. Integration ist wechselseitig und stellt somit auch Anforderungen an die Mehrheitsgesellschaft. Die Religionsfreiheit gilt auch für die Muslime Deutschlands und sie haben ein Recht darauf, ihre Religion öffentlich zu leben. Der Gebetsruf ist Teil des religiösen Lebens von Muslimen, sowie die Kirchenglocken Teil des religiösen Lebens der Christen sind. Die gegenseitige Akzeptanz spielt hier eine wichtige Rolle. Der Dialog der Religionen und insbesondere der Dialog mit der Bevölkerung sind wichtige Bausteine, um Missverständnisse und Ängste abzubauen. Mit dem jährlich stattfindenden Tag der offenen Moscheen und mit vielen über das Jahr verteilten Veranstaltungen setzen wir uns verstärkt für ein besseres Zusammenleben ein. In Rendsburg werden wir uns auch weiterhin für vertrauensbildende Maßnahmen mit der Bevölkerung einsetzen. Als wohlwollendes Zeichen dieser vertrauensbildenden Maßnahmen werden wir zunächst nicht in vollem Umfang Gebrauch von unserem Recht auf die Ausrufung des Gebetsrufes machen, sondern ihn nur an Freitagen zum Freitagsgebet ausrufen."
Haiti erleidet zur Zeit ein schweres Schicksal. Das ärmste Land der westlichen Halbkugel wurde vom stärksten Erdbeben seit 200 Jahren heimgesucht. Am schwersten betroffen ist ein Gebiet südwestlich von Port-au-Prince und die Hauptstadt selbst. Zudem wurden die Einwohner Haitis acht Tage nach dem starken Beben erneut von einem starken Nachbeben der Stärke 6,1 aufgeschreckt.
Das Bündnis Islamischer Gemeinden spricht allen Betroffenen gegenüber sein Mitgefühl aus und möchte helfen. In allen Moscheen des Bündnisses werden Spendengelder für Haiti entgegengenommen. Ganz gleich, ob die Beträge klein oder groß sind - jeder Betrag zählt und wird den Bedürftigen Menschen in Haiti zugute kommen.